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Update: Ich verrate meine Nische

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19. August 2019

Lange ist es her, dass ich den letzten Blogbeitrag geschrieben habe (Mai 2019) – Ich hatte ziemlich viel um die Ohren die letzten Monate und konnte mich einfach nicht aufraffen, einen neuen Beitrag zu schreiben. Aber umsomehr freue ich mich jetzt dem Blog- mit neuer Motivation – mit Inhalten füllen zu können. Also los geht’s.

Amazon ist hart (Punkt)

Als ich letztes Jahr mit FBA angefangen  habe, hatte ich mir erhofft ein stabiles Nebeneinkommen zu generieren, dass mich ein wenig unabhängiger von meinem Hauptjob machen könnte. Als blutiger Anfänger habe ich natürlich unterschätzt mit welchen immensen Herausforderungen das verbunden ist. Neben der(ziemlich nervigen Nischenrecherche) kommen auch noch weitere Punkte dazu wie PPC, Administration etc. Ich möchte euch das mal am Beispiel unserer Produkte und der letzten Monate zeigen (Mai bis August)

Produkt 1

Unser erstes  Produkt ist im April extrem gut angelaufen – Wir haben im Apim März und April ca. 780 Einheiten verkaufen können (Natürlich inklusive Launch). Seitdem geht es leider straight bergab. Da wird en Preis senken mussten, liegt die Marge auch wieder nur bei 7%-10%

Woran liegt das?

An der Konkurrenz – Sehr viele neue/gute Mitbewerber die uns einfach kopiert haben (Teilweise echt schon frech). Außerdem sind einige dabei die den Preiskampf richtig eröffnet haben. Wir haben zwar wieder einen USP – aber scheint leider nicht den Anklang zu finden wie wir uns das gewünscht haben. Außerdem waren wir auch zwei Mal Out-Of-Stock und haben außerdem einmal  ein Problem mit der Verifizierung von Amazon gehabt. Nichtsdestotz zeigen die Verkaufzahlen für August leicht nach oben. Daneben sind unsere Preise anscheinend nicht Konkurrenzfähig.Wir werden das Produkt jetzt erstnochmal ein paar Monate beobachten und gucken wie wir damit weitermachen.

 

Amazon FBA Überblick Produkt 1

 

Produkt 2

Produkt 2 läuft dagegen erstaunlich gut (wenn man bedenkt, dass es außerhalb der Saison ist). Der Aussetzer im Juni ist bedingt durch OUT-of- Stock und das warme Wetter. Das schöne bei dem Produkt ist, dass wir es in Deutschland sourcen und der Aufwand sich auf ein Telefonanruf beschränkt. Außerdem müssen wir es fast nicht pflegen und es ist ein Selbstläufer. Ich bin davon überzeugt, dass es im Winter richtig abgehen wird und da dürfen wir auf keinen Fall Out-of-Stock gehen. Die Marge ist mit 15% auch relativ gesund

Amazon FBA Überblick Produkt 2

 

Unsere erste Nische

 

Ich habe euch im letzten Beitrag versprochen, dass ich euch meine erste Nische verrate, sobald der bestehende Lagerbestand ausverkauft ist. Das mache ich hiermit: Unsere erste Nische waren Lavendelsäckchen. Warum?

Die Verkaufszahlen waren/sind überragend gewesen. Konkurrenz gab es nicht viel und der Preis war mit 11,9€ für mich damals ok. Der Vorteil ist, dass man dort ziemlich wenige Anfangs-Investitionen hatte. Wir haben von Anfang an geplant ca. 1€-2€  teurer zu sein. Aber das geht natürlich nur wenn du einen USP hast – nach langen diskussionen haben wir uns für einen Haken als USP entschieden. Mit dem Haken, kann man die Lavendelsäckchen einfach an die Kleiderstange im Kleiderschrank hängen und die Dinger fliegen nicht unkontrolliert herum. Mit dieser Idee sind wir gestartet bzw. echt durchgestartet – Die Lavendelsäckchen gingen weg wie warme Semmel. Am Tag 30 Sales waren keine Seltenheit. Wenn es so gut lief, warum haben wir aufgehört?

Probleme: Sehr viele! Erstens war die Marge auf dem Papier zwar gut – aber als Anfänger war es schwer zu beurteilen wie hoch die PPC Kosten sein werden. Wir hatten zu Beginn einen super Acos. Leider hat er sich mit der Zeit immer verschlechtert und wir haben definitiv zu viel Geld für Werbung ausgegeben. Das hat die Marge dann leider teilweise auf unter 7% gedrückt. Das wäre kein Problem gewesen ( Besser als das Geld auf die Bank zu legen) aber dazu kamen weitere Probleme.

Wir haben alle Einzelteile selbst gekauft:

  • Tüte
  • Lavendel
  • Lavendelsäckchen
  • Haken

Zu Beginn haben wir sogar alles selbst abgefüllt und das hat sehr viel Zeit gekostet. Dann haben wir unterschiedliche Abfüller gefunden die das Thema für uns übernommen haben. Aber jeder einzelne ist nach dem ersten Mal abgesprungen. Es hat sich einfach nicht gelohnt – Dann haben wir final einen Abfüller gefunden, der das für uns übernehmen wollte und dann kam das nächste Problem:

Konkurrenz: Die Konkurrenz ist innerhalb weniger Monate extrem groß geworden – Waren es zu Beginn noch drei gute Konkurrenten wurden es innerhalb kurzer Zeit sehr viele gute Konkurrenten die teilweise unverschämte Preise geboten haben. Da konnten wir auch mit unserem USP nicht mehr Punkten.

Out-of Stock: Durch den aufwendigen Produktionsprozess konnten wir einfach nicht mehr so schnell liefern und sind häufig Out Of Stock gegangen. Wir haben es einfach nicht geschafft mit den unterschiedlichen Dienstleistern so zu planen, dass wir Lagerbestand haben

Aufwand & Kosten: Der Aufwand für die Marge und die Gesamtumsätze war einfach zu klein. Alle Teile einzeln bestellen und zusätzlich auch noch die unterschiedlichen Dienstleister koordinieren hat einfach keinen Sinn mehr gemacht. Außerdem hat uns die Produktion auch immer wieder zu einem Cash-Flow Problem geführt: Wir konnten kein anderes Produkt starten, da wir einfach zu wenig Geld verdient haben.

Fazit: Die Nische war super und die Erfahrungswerte habe ich sehr gerne mitgenommen. Allerdings würde ich nieeee wieder irgendwas etwas durch unterschiedliche Dienstleister oder sogar selbst herstellen. Das ist zu aufwendig und in vielen Fällen lohnt es sich nicht (Ausnahme: Wenn die Marge bei 100% liegt J ). Außerdem würde ich versuche mich von 12,9€ Produkten fernzuhalten. Da gibt es einfach viel zu wenig Spielraum wenn es um Preise geht (Versandkosten, PPC und Provision nehmen schon einfach einen Sockelbetrag weg und es wird schwierig da noch eine vernünftige Marge zu bekommen) .Ausnahme: Das Produkt geht so durch die Decke, dass es sich über die Masse lohnt wie z.b. bei Iphone Ladekabeln oder Ähnlichem

 

Gesamtfazit

 

Wir haben im letzten und Anfang diesen Jahres viel Lehrgeld zahlen müssen – positiv ist,dass wir keinen Verlust gemacht haben aber für den Einsatz auch relativ wenig Gewinn. Mit den Learnings aus diesem Jahr, werden wir versuchen zukünftig bessere und rentablere Produkte zu verkaufen. Jetzt steht erstmal das Thema Steuern auf der Agenda 🙂

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2 Comments
  1. Antworten

    Niko

    19. August 2019

    Hi Shewit,

    hört sich sehr turbulent bei euch an ;)… Ich hatte/habe auch mit diversen Problemen gekämpft. Aber zum Glück bin ich nicht in das Problem mit dem schwierigen Sourcing (verschiedene Quellen, Abfüller, etc) reingerasselt… Ich habe (vllt auch nur durch Zufall) von Anfang an direkt alles bei einem Hersteller aus Indien bekommen. Also Produkt, Flyer und Verpackung.
    Mein Kredo…keep it simple haha
    Dafür ist/war meine Nische nicht so absatzstark wie deine schon zu Beginn.
    Doch die Absätze steigen jeden Monat und ich verkaufe immer mehr.

    Meine größten Fehler:

    – mangelnde Produktrecherche und dann schlecht laufende Produkte… die ich dann einstampfen musste
    – mangelnde Lagerbestandsplanung und dann out-of-stock Thematik…dafür diverse Excel erstellt und Sellerboard dazugeholt

    also viel Erfolg weiterhin 😉
    Grüße
    Niko

    • Antworten

      Showit

      19. August 2019

      Hallo Niko,

      ja ich glaub die Fehler macht jeder a Anfang 🙂 ich bin den gleichen Weg jetzt auch gegangen (Sellerboard+Excel). Aber man lernt ja immer dazu und man traut sich ja selbst immer mehr zu (bessere Nischen) – Dazu kann man Nischen auch besser beurteilen

      Dir auch noch viel Erfolg

      Grüße

      Showit

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