Tools

Sellerboard-  Controlling? Lohnt sich das?

By
on
16. Dezember 2018

Sellerboard-  Controlling? Wer braucht das?

Wie immer zu Beginn der Disclaimer: Ich habe die Software kostenfrei von Vladi Gordon bekommen (der Gründer von Sellerboard). Allerdings verlinke ich weder mit Afilliate Links noch bekomme ich anderweitige Zuwendungen über den Blogbeitrag und kann damit ehrlich(!) und auch kritisch über die Software berichten. Also los geht’s – Meine Erfahrungen mit Sellerboard:

Einleitung – wie ich das Controlling durchführe

Anmerkung zum Preis: Das Tool kostet 19€ zzgl. Mwst und kann einen Monat kostenlos getestet werden. Probiert es unbedingt aus und wenn es euch nicht gefällt könnt ihr es immernoch kündigen.

Ich selbst komme beruflich nicht aus dem Controlling und habe maximal weitergehende Kenntnisse in Excel. Trotzdem ist das Controlling so unglaublich wichtig für jeden Unternehmen und genauso wichtig für einen Mini-Seller wie mich. Zugegeben:  Man könnte davon ausgehen, dass es bei einem Produkt kein Problem darstellen sollte seine Zahlen auf die Reihe zu kriegen – aber falsch gedacht. Teilweise hatte ich echt Probleme uns finanziell richtig aufzustellen. Die wichtigsten Fragen sind:

  • Wie viel Einheiten verkaufen wir täglich?
  • Wie viel Umsatz machen wir wöchentlich/monatlich?
  • Wie viel Kosten haben wir (Einkauf, Amazonkosten und co?
  • Was müssen wir an Steuern zahlen?
  • Wie viel an Werbung zahlen wir?
  • Und….und….und….

Wir ihr wisst war das mein erstes Produkt gewesen und ich hatte neben dem ganzen anderen Amazon Kram große Schwierigkeiten mein Produkt wirklich zu „controllen“. Da die oben genannten Faktoren aber so wichtig sind, habe ich  erstmal versucht selbst eine Excel zu basteln mit folgenden Tabellenblättern:

  • PPC-csv export (PPC-Kosten, Acos und Co)
  • Alle Verkäufe (Tagesgenau) – (csv Export)
  • Alle Gutscheine (csv Export)

Leider macht es Amazon, Sellern unglaublich schwer die Zahlen herauszufinden: Es existieren gefühlt tausend Berichte die man erstmals finden muss und dann in einer Excel einzeln ausfiltern und ordnen. Das musste dann nochmal aufbereitet werden, da die Daten unstrukturiert sind: Das hat mich auch nochmal zwei Tage gekostet. Außerdem muss  jeden Tag (bzw. wöchentlich oder monatlich) diese Daten runterladen und in die Excel hochladen. Nach einigen Formeln und Berechnungen bekommt man dann sein Ergebnis. Das klingt nicht nur ekelig – Es ist auch ekelig. Auf Basis dieser Faktoren können wir genau beurteilen, wie der Erfolg unseres Produktes einzuordnen ist.  Das habe ich über einen Monat jeden Tag gemacht und hatte natürlich die Nase gestrichen voll – Hier seht ihr mal einen Screenshot meiner Excel:

Eigene Excel zu Amazon FBA

Eigene Excel zu Amazon FBA

Jetzt habe ich endlich die Lösung: SELLERBOARD

Sellerboard – Die Lösung für das Controlling

Am Anfang war ich etwas kritisch gegenüber Sellerboard aber habe diese Anti-Haltung schnell aufgegeben:  Ich muss zugeben, dass aktuell nichts vergleichbares, gutes auf dem Markt gibt. JEDER Seller sollte, nein MUSS, Sellerboard haben wenn  er/sie ernsthaft an den Zahlen seines Business interessiert ist. Warum ich so begeistert bin will ich euch jetzt erklären:

Sellerboard holt sich die Daten über eine API direkt von Amazon. In einem Interview  mit SNOCKS hat Vladi mal erzählt, dass es unglaublich viele Arten von Kosten gibt und er selbst sogar nicht genau sagen kann wie viele es sind. Mit Sellerboard werden alle Kosten direkt von Amazon (ohne Fehler ) direkt von Amazon importiert und ihr werdet nie den Überblick verlieren.

Berechnung zum Amazon Produkt

Sellerboard berechnet genau die folgenden Werte:

  • Umsatz
  • PPC Kosten
  • ALLE Amazon Kosten
  • Gutscheine
  • Retouren/Rücksendungen
  • Erstattungen
  • Mehrwertsteuer (In Deutschland)
  • Einkaufspreis (Selbst einzugeben)
  • Diverse Kosten (Selbst einzugeben)
  • Brutto Marge

Wenn ihr diese Wert habt, könnt ihr das Controlling sehr gut durchführen. Am Anfang war ich etwas pessimistisch, da die Kleinunternehmer nicht berücksichtigt wird, aber  mit der Zeit habe ich verstanden, dass keiner (der es ernst meint mit Amazon)  die KU lange halten kann.  Vor allem den Punkt mit den Ausgaben finde ich interessant:  Amazons monatliche Gebühren werden automatisch durch die API gezogen – aber wie sieht es mit den anderen Kosten aus? Büro, Schreibwaren etc. Das könnt ihr alles dort eingeben und ihr seht was am Ende Brutto wirklich übrig bleibt. Besonders ist, dass ihr dort noch unterscheiden könnt ob das moantliche Kosten sind oder einmalige Kosten (z.b Fotograph, Verpackungsdesign etc.).

Grafische Darstellung der Amazon Produkte

Darüber hinaus gibt es für alles grafische Darstellungen:  Ihr habt unterschiedliche Möglichkeiten (Tagesaktuell, wöchentlich, monatlich) euch die Daten ausgeben zu lassen. Wenn ihr eine alternative Darstellungsmöglichkeit sucht, geht das auch per Kachel. Die Kacheln zeigen euch an, wie viel ihr vorletzten, letzten und diesen Monat verkauft habt. Außerdem habt ihr eine Prognose Möglichkeit die euch anzeigt, wie viel ihr den nächsten Monat verkaufen werdet und wie ihr euer Lager planen müsst.

Ein Beispiel warum ich Sellerboard Liebe: Ich bin davon ausgegangen, dass ich 30% bei meinem Produkt habe. Das war ein Trugschluss: Nachdem ich Sellerboard eingerichtet habe, kam heraus, dass ich irgendwo zwischen 14% und 17% feststecke. Hätte ich das Programm nicht, hätte ich das wahrscheinlich irgendwann mal herausgefunden aber ganz sicher wäre ich auch nicht gewesen. Die oben genannten Funktionen sind Funktionen die ich nutze aber Sellerboard bietet noch viel mehr: Ihr habt die Möglichkeit detailliert eure Lagerplanung durchzuführen, auf Produktebene eure Marge zu  überprüfen und und und…. Wie gesagt, hier kann ich leider nicht genauer darauf eingehen, da ich selber die Funktionen nicht nutze. Aber von anderen Sellern habe ich gehört, dass das auch wirklich nützliche Funktionen sind.

Fazit – Sellerboard ein Must have

Ich schreibe in meinen Beiträgen selten so euphorisch über eine Software. Ich muss aber sagen, Sellerboard ist ein unglaubliches nützliches Stück Software, dass jeder Seller haben sollte. Ich würde nicht mehr auf Sellerboard verzichten und bin sehr froh dass ich endlich meine Zahlen ordentlich tracken kann. Ob ihr ein Produkt oder eine ganze Produktpalette habt, spielt dabei keine Rolle. Falls ihr Fragen habt, könnt ihr euch auch immer an Vladi wenden – Super netter Kontakt der auch mir die MWst. Regel tausend Mal erklärt hat und sich wirklich Zeit nimmt für seine Kunden. Also Vladi: Super Arbeit und weiter So!

TAGS
RELATED POSTS

LEAVE A COMMENT

Newsletter + Anfänger-Checkliste
Du willst bei neuen Beiträgen benachrichtigt werden? Einfach hier eintragen! Kein Spam-Versprochen

Über uns