Amazon FBA Erstes Produkt Produktrecherche

Produktrecherche für Amazon FBA #1

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25. März 2018

Die Produktrecherche auf Amazon gehört zu einem der wichtigsten Punkten, beim Beginn des FBA Programms. Da wir uns selbst aktuell in dieser Phase befinden, möchte ich euch mal unsere Vorgehensweise näher vorstellen. Ich habe mich gestern mit Julian getroffen und das ist der Beitrag dazu:

Produktrecherche auf Amazon

Wir möchten uns die Arbeit bei der Produktrecherche –gemäß unserer Stärken und Schwächen- etwas aufteilen. Während ich stärker in der Analyse von Keywörtern, Bedienung der Tools (Excel und Co)  und weniger der „Bauchgefühl-Typ“ bin, zeichnet sich Julian mehr durch seine Kreativität in der Produktgestaltung etc. aus. Deshalb, werde ich auch den Teil mit der Produktrecherche übernehmen.  Aber auch hier ist seine Kreativität gefragt: Ich kann zwar bestehende Produkte nach ihrer Sinnhaftigkeit analysieren und die Erfolgschancen abwägen, aber bei Idee zu Produkten bin limitiert.

Während unserer tausend Gespräche über Das Thema „Amazon“ sind wir auf eine kleine Anzahl von absoluten „Muss“-Faktoren gestolpert die wir unbedingt berücksichtigen wollten.

  • Klein und handlich
  • Muss einen Mehrwert bieten
  • Müssen uns damit (zumindest einigermaßen) identifizieren können
  • Muss irgendwie verbesserbar sein

Die oben genannten Faktoren sind die, die wir uns ohne vorherige Internetrecherche gesetzt haben, sprich die sogenannten „soften“-Faktoren, die für uns aber unabdingbar sind. Wir wissen zum Beispiel, dass die Größe und das Gewicht eine wichtige Rolle bei der Berechnung der Kosten spielen und konnten das direkt in unsere Liste mit aufnehmen.

Unsere Produkt-Faktoren im Detail

Jetzt gehen wir mal die Punkte durch: „Klein und handlich“ bedeutet für uns, dass es  möglich sein muss,  das Produkt ohne exorbitante Kosten zu verschicken. Die Versandkosten sind ein wesentlicher Teil des späteren Produktpreises. Da wir „so günstig wie möglich“ anbieten möchten, ist das die erste Schraube an der wir drehen können.

„Muss einen Mehrwert bieten“ soll heißen, dass wir nicht einfach ein China-Schrott Produkt anbieten möchten um behaupten zu können „Wir verkaufen ein Produkt auf Amazon“. Wir wollen etwas verkaufen, dass Menschen wirklich benötigen und auch aktiv nutzen können. Hier spielt auch der Punkt  „Identifikation“ eine Rolle: Wir können für unser erstes Produkt keine Rolladen-Halter (gibt es die überhaupt?) verkaufen, weil wir beide keine Ahnung haben wer das brauchen könnten und worauf wir achten müssten. Wenn wir etwas verkaufen müssen wir natürlich auch wissen was unsere Zielgruppe interessiert und wo „der Schuh drückt“.  Das können wir natürlich nur, wenn wir uns mit dem Produkt auskennen und wissen worauf (potentielle) Kunden, einen Fokus haben.

Das ist die perfekte Überleitung zum letzten Punkt: „Muss irgendwie verbesserbar“ sein bedeutet, dass wir uns den Markt angeguckt haben und wissen, welche Schwächen die aktuellen Produkte auf dem Markt haben und wo wir ansetzen zu können um das Produkt zu verbessern. Das ist unserer Meinung nach ein wirklich wichtiger Punkt: Wenn das perfekte Produkt schon existiert, warum sollten wir uns die Mühe machen ein schlechteres Produkt zu erstellen?  Dazu mussten wir später auch kurz mal die Reviews durchscannen und nachprüfen wo es noch Verbesserungen geben könnte. Mit „durchscannen“ meine ich wirklich nur kurz darüber schauen, inwieweit es wirklich noch Raum zu Optimierungen gibt.

Mind-Map zur Produktrecherche…

Ich habe  euch ja erzählt, dass ich von Gott nicht mit Kreativität geküsst worden bin. Aber zum Glück habe ich einen Partner der da etwas mehr Talent hat. Unser erstes gemeinsames Treffen haben wir also dazu genutzt um unser erstes Produkt zu finden.  Wir haben uns bewusst in einem Cafe getroffen. Warum? Wenn man sich an einem belebten Ort befindet,  fallen einem ständig neue Ideen ein: Nur durch bewusstest Umgucken. Ich möchte euch dazu ein Beispiel geben:

Nach dem ersten Kaffee musste ich auf Toilette und habe mich unbewusst (mit Amazon im Hinterkopf) umgeguckt. Da ist mir der Toilettenpapier-Halter ins Auge gesprungen und schon gab es einen weiteren Punkt auf unserer Mind-Map.

Ich war wirklich überrascht, was einem alles einfallen kann, wenn man sich einfach nur richtig umguckt. Ich guckt mich um und sah zum Beispiel einen Shampoo-Halter oder einen Duftkerzen-halter-Ich wäre nie einen „Shampoo-Halter“ gekommen, wobei es wahrscheinlich eine Amazon_FBA’ler gibt, die sich mit dem Produkt eine goldene Nase verdient haben. Genauso interessant ist ein „Toilletenpapier-Halter“ :  Benötigen die meißten Haushalt, ist klein und handlich und wahrscheinlich nicht teuer im Verkauf. Aus reiner Neugier, bin ich mal auf das Amazon gegangen und habe mal den Toilettenpapierhalter rausgesucht: Auf den ersten Blick, wäre das genau so ein Produkt, dass wir anbieten können und so ziemlich allen unseren Faktoren entsprechen würde (Gut, mit der Identifikation wird es schwer). Die Fülle an Anbietern die sich auf der ersten Seite teilweise mit dem exakt gleichen Produkt tummelte, legt die Vermutung nahe, dass der Toilettenpapierhalter ein Renner sein muss. Natürlich haben wir diese Produkte mit auf unsere Mind-Map genommen. Aber weiter im Programm….

Produktrecherche bei Amazon

Produktideen für Amazon

Die erste halbe Stunde sind die Ideen nur gesprudelt: Im Gespräch sind uns haufenweise Ideen gekommen, welche die oberen Faktoren abdecken. Die Mind-Map wurde immer voller. Irgendwann gingen uns die Ideen aus und wir kümmerten uns um das Aussortieren: Welche Produkte konnten wir einfach auf Basis unseres „Menschenverstandes“ ausschließen? Noch ein Beispiel dazu:

Wir hatten Handycases auf unserer Liste. Nach dem ersten Blick in die Amazon App haben wir tausende Handycases gefunden in unterschiedlichen Formen und Farben gefunden und konnten das direkt ausschließen. Wenn eine Nische schon „gut gefüllt“ wenn nicht sogar „übersättigt“ ist, macht es für uns –mit einem kleinen Budget –keinen Sinn einzusteigen

Ergebnis unserer Mind-Map nach der Produktrecherche:

Liste nach der Produktrecherche

Klar konnten wir einiges auf Basis von logischem Denken ausschließen aber wir mussten auch immer mal wieder ins Amazon Ranking gucken um etwas weiter zu betrachen oder es gleich von der Liste zu streichen. Ihr seht auf unserem Bild, dass wir zum Beispiel Stifte auf der Liste hatten. Ein Blick ins Amazon-Ranking und der Punkt war weg: Auf der ersten Seite befinden sich soviele Markenhersteller, dass es wenig Sinn macht sich hier in die Liste der erfolglosen Konkurrenten einzuschreiben.  Von Stabilo bis Pelikan: Alle führenden Hersteller waren vertreten – Also RAUS.

 

Nächstes Beispiel: Witzgeschenke! Irgendwie sind wir auf die Idee gekommen uns nach Witzgeschenken umzugucken. Ich glaube sogar, dass der Verkauf gar nicht mal so schlecht ist, wenn man ein gutes Produkt hat. Als wir auf Amazon nach „Witzgeschenk“ gesucht haben, waren wir überrascht: Es gab so unglaublich viele Variationen von Witzgeschenken, dass wir gar nicht wissen wo wir hätten anfangen sollen. Wir haben dann schlussendlich darauf verzichtet.

Ergebnis nach der Produktrecherche…

Nach ca. 1h hatten wir eine Liste mit durchgestrichenen und ausgeschlossenen Produkten und einer kleiner Anzahl von Produkten die wir weiter analysieren wollten. Alle Produkte die wir auf unserer Liste hatten, deckten die oben genannten Faktoren ab! Am Ende waren wir froh, dass wir diese Vorgehensweise gewählt haben und ich würde das jedem empfehlen. Völlig losgelöst von Amazon solche Mind-Maps zu erstellen. Das hat uns ungemein, bei der Einordnung unserer Ideen geholfen. Außerdem ist man zu zweit auch deutlich fantasiereicher. Mitten in der Ideensammlung schweift man vll. man ab und spricht über ganz andere Themen: Und mitten im Gespräch fallen uns schon wieder neue Produkte ein.

Auch um seinen Partner wirklich kennenzulernen ist das ein sehr gutes Mittel. Welche Produkte finde ich interessant und für welche kann Julian sich begeistern? Denkt man in die gleiche Richtung – Hat man ähnliche Ideen?

Die Liste war natürlich eine riesige Motivation für uns, aber der wirklich schwierige Teil stand uns – in dem Fall mir – noch bevor…Analyse, Analyse,Analyse….

Wie ich vorging, welche harten Faktoren ich nutzte und vieles mehr um das perfekte Produkt zu finden, zeige ich euch im nächsten Teil.

Wenn ihr Fragen zur Vorgehensweise habt oder generell Anmerkungen, Kritik oder euch sonst etwas auf dem Herz liegt: Einfach kommentieren oder kontaktiert uns über das Kontaktformular.

 

Grüße

 

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