Amazon FBA Erstes Produkt Private Label

Margenschock…Bleibt echt nur so wenig hängen?

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20. Juli 2018

In den letzten Beiträgen, habe ich mich eigentlich nur beschwert: Über Lieferanten, über Amazon über Konkurrenten- Eigentlich über alles was mit Amazon zu tun hatte. Wenn ihr denkt, dass ich jetzt damit aufhöre: Zu früh gefreut. Die Beschwerde-Quote wird zwar niedriger, aber es gibt noch einiges was mich richtig nervt (!). Das ist aber weniger Amazon-Related sondern eher mit dem deutschen Steuerrecht bzw. der ganzen Komplikationen die es „rund“ um unser Produkt.  Aber steigen wir ein ohne lange Einleitung:

To-Do’s aus dem letzten Monat

Der letzte Monat hat sehr viel Zeit in der Erledigung von organisatorischen Aufgaben gefordert! Wir haben uns zum besseren Aufgaben-Handling die App „Wunderlist“ runtergeladen und versuchen so unsere TO-DO’s im Blick zu haben. Ich finde die App ist ok für den Anfang aber ich glaube je detaillierter die Aufgaben werden, desto weniger eignet sich die App um wirklich damit zu arbeiten – Falls ihr bessere Vorschläge für eine App kennt: Gerne melden!

Jetzt zu den Aufgaben:

  • EORI:  Die Beantragung der  Eori Nummer ging erstaunlich schnell. Einfach Formular ausfüllen und hinschicken und schon ging es los. Eine Woche später haben wir den Brief mit unserer EORI Nummer bekommen. Das es so schnell ging, hat uns (positiv) überrascht.
  • GBR: Wir haben letzten Monat bereits alles abgeschickt um uns sowohl beim Finanzamt als auch beim Ordnungsamt registrieren zu lassen. Das hat auch reibungslos geklappt. Leider warten wir seit dem auf unsere Steuernummer. Warum das so lange dauert, ist mir ein Rätsel. Es wurde uns mittgeteilt, dass es ca. 2 wochen dauern sollte – Heute sind wir in der vierten Woche

 

  • Geschäftskonto: „…Können wir erst einrichten, wenn wir die Steuernummer haben. Wir haben die Fidor Bank gewählt….“ . Das war der Status aus dem letzten Monat. Hier hat sich leider noch nichts geändert

 

  • EAN Codes: Das war auch eine positive Überraschung. Es hat eine Woche gedauert und wir hatten unsere Codes. Wenn man dann noch bedenkt, dass es nicht 250€ kostet sondern nur 50€, ist das wirklich top! Ich kann jedem nur empfehlen (Vor allem kleinen Händlern), die Codes aus Holland zu bestellen. Hier ist der Link dazu: https://www.gs1.nl

 

  • Amazon Seller Central: Ich habe uns registriert. Ich verstehe zwar nicht, warum ich für die Registrierung schon 46€ zahlen musste, aber nun gut. Ich gehe davon aus, dass ich bei der Registrierung einen Fehler gemacht habe und irgendein anklickbares Kästchen übersehen habe. Als ich dann registriert war, konnte ich die monatliche Gebühr „abbestellen“.

Was ist noch passiert…?

Wir ihr wisst „bauen“ wir unser Produkt selbst zusammen. Dazu haben wir ca. 4-5 Einzelteile, die wir leider mühsam einzeln bestellen mussten ( Leider auch teilweise in China). Der Aufbauprozess wird uns mindestens ein komplettes Wochenende kosten (wir gehen eher von zwei aus). Lohnt sich das dann überhaupt noch? Definitiv nein! Wenn zwei Menschen ca. 40h brauchen um ein Produkt aufzubauen wird das mit der „Profitabilität“ schwierig. Wir haben ausgerechnet, dass wir auch Kellnern gehen könnten und wahrscheinlich sogar mehr verdienen würden. Aber: Erstens ist das das erste Produkt – Wir müssen Erfahrungen sammeln, schauen wo wir was optimieren können etc. Zweitens: Ich bin mir sicher, dass -vorausgesetzt es verkauft sich gut –  den Produktaufbau auch auslagern können. Dafür habe ich schon mit unterschiedlichen Unternehmen gesprochen, die uns dabei unterstützen würden. Wie, Wo und mit welchem Geld? Das werden wir klären, wenn wir den Erfolg unseres Produktes abschätzen können.

Da wir jetzt auch (fast) alles bestellt haben, warten wir eig. nur noch das alles eintrifft. Gestern ist bei mir ein riesiges Paket (aus Deutschland) eingetroffen, mit dem ich zwar (noch) nichts anfangen kann, aber Hauptsache es ist mehr da. Wir erwarte zwei weitere Pakete aus China (eins hängt grade im Zoll fest). Bin echt auf die Rechnung gespannt, da die Dame von DHL meinte, dass normalerweise 25% fällig werden- Fragt mich nicht wie Sie auf die Zahl kommt.  Ich kenne nur die die Einfuhrumsatzsteuer die sich auf 19% belaufen sollte (Link vom Zoll). Auch die Verpackungen etc. sind bereits bei uns angekommen.

Darüberhinaus haben wir uns über die Etikettierung Gedanken gemacht: Wir sehen es eig. nicht ein, Amazon auch noch 15cent pro Produkt für die Etikettierung zu zahlen. Also werden wir das auch selbst übernehmen: Das wird uns dann halt nur 2 Cent kosten (und viel Arbeit). Wie wir langfristig damit umgehen und ob es sich nicht sogar lohnt direkt Amazon damit zu beauftragen, müssen wir dann nochmal evaluieren. Mich würde nochmal interessieren, wie ihr das macht: Benutzt ihr einen Etikettendrucker? Lohnt sich das? Oder doch lieber an Amazon geben? Ihr merkt, dass wir echt jeden Cent kalkulieren, aber ich bin fest davon überzeugt, dass weitere ungeplante Kosten auf uns zu kommen werden. Naja, abwarten und Tee trinken.

Margenschock

Zu Beginn haben wir natürlich eine Kostentabelle angelegt, die noch ziemlich leer war. Mit der Zeit haben wir immer weiter Kosten hinzugefügt. Nach einem Telefonat mit einem Leser meines Blogs, habe ich erfahren, dass wir sogar noch 19% auf die Services von Amazon zahlen müssen (verdammt Margen-zerstörend). Weil wir die Kleinunternehmer Regelung gewählt haben, könnten wir hier leider nichts machen und werden das wohl schlucken müssen.

Schlussendlich haben wir einen Deckungsbeitrag 1 von 28%. Ob das „viel“ ist, kann ich leider nicht beurteilen. Wenn wir allerdings die Steuern abziehen und auch noch durch zwei teilen (Zwei Personen)  bleiben grandiose 10% übrig sprich fließt in unseren Geldbeutel. Das klingt schon sehr wenig, wenn man bedenkt wie viel Arbeit eigentlich dahinter steckt. Man muss schon verdammt viel verkaufen um sich damit ein Taschengeld verdienen zu können. Da es unsere ersten Schritte sind und wir wahrscheinlich auch an unserer Marge weiter arbeiten werden, denke ich, dass es für das erste Produkt „ok“ ist. Aber schockiert hat es uns trotzdem.

Update 1: 23.07.2018

Die obige Passage wurde von einigen Menschen negativ kommentiert und als falsch dargestellt. Ich würde gerne nochmal meine Gedanken klarstellen:

Der Deckungsbeitrag 1 beinhaltet bei mir alles, was Kosten verursacht und mit dem Produkt verbunden ist. Das bedeutet, dass ich alle „Teile “  des Produktes hinzugefügt habe und auch den „Versand zu Amazon“, „Lagerkosten Amazon“,und einen PPC Block ( geschätzte Summe) eingefügt. Auch der Versand von Amazon an den Kunden (den ich ja tragen muss) und die „Provision an Amazon“ hab ich als Ausgaben hinzugefügt. Außerdem habe ich auf alle Services die von Amazon erbracht werden, 19% Mehrwertsteuer berechnet und als weiteren Variablen Kostenblock eingeplant. Da es in FB zu Verwirrungen geführt hat: Ich zahle 1x die Mehrwertssteuer.

 

Wie sieht das bei euch aus? Ich weiss das Thema ist heikel und nicht jeder spricht gerne darüber, aber ich würde mich über etwas Feedback echt freuen. Ich denke, dass wir uns da vll. gegenseitig „befruchten“ können.

Fazit

Langsam läufts…. Mein Partner ist jetzt erstmal im Urlaub und wir werden mit dem Zusammenbau in ca. 2,5 Wochen beginnen. Wenn wir es schaffen in vier Wochen „online“ zu sein, wäre das echt top! Wie immer:

Folgt uns gerne auf Facebook wenn ihr uns weiter begleiten möchtet @machwasneues und  über Feedback/Kommentare freuen wir uns immer 🙂

 

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